Thesen

500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag

Die 10 wichtigsten Thesen Luthers

1 Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: „Tut Buße“ usw. (Matth. 4,17), hat er gewollt,
daß das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll.

5 Der Papst will und kann keine Strafen erlassen, außer solchen, die er auf Grund seiner eigenen
Entscheidung oder der der kirchlichen Satzungen auferlegt hat.

8 Die kirchlichen Bestimmungen über die Buße sind nur für die Lebenden verbindlich,
den Sterbenden darf demgemäß nichts auferlegt werden.

20 Daher meint der Papst mit dem vollkommenen Erlaß aller Strafen nicht einfach den Erlaß
sämtlicher Strafen, sondern nur derjenigen, die er selbst auferlegt hat.

21 Deshalb irren jene Ablaßprediger, die sagen, daß durch die Ablässe des Papstes
der Mensch von jeder Strafe frei und los werde.

36 Jeder Christ, der wirklich bereut, hat Anspruch auf völligen Erlaß
von Strafe und Schuld, auch ohne Ablaßbrief.

43 Man soll den Christen lehren: Dem Armen zu geben oder dem
Bedürftigen zu leihen ist besser, als Ablaß zu kaufen.

50 Man soll die Christen lehren: Wenn der Papst die Erpressungsmethoden der
Ablaßprediger wüßte, sähe er lieber die Peterskirche in Asche sinken, als daß sie mit Haut,
Fleisch und Knochen seiner Schafe erbaut würde.


Die neuen Thesen Ihrer Gemeinde

500 Jahre nach Luther machen wir uns Gedanken über Sinn und Zweck der Kirche,
denken noch mal über die Grundlagen unseres evangelischen Glaubens nach und blicken in die Zukunft:

  • Wie ist Kirche? Und wie soll sie werden?
  • Was mögen und schätzen wir an unserer Gemeinde Elberfeld-West und was wünschen wir uns?

Im Laufe diesen Jahres bitten wir alle Gruppen, sich auch kreativ mit diesem Thema auseinander zu setzen:
Was ist Ihre/  Eure „These“? Luther hat mit seinen 95 Thesen damals großes Aufsehen erregt!
Sie können uns zur Inspiration dienen – aber vielleicht gibt es ja auch heute ganz andere Themen,
die Ihnen und Euch unter den Nägeln brennen? Diese Themen werden als These formuliert.
Provokant oder visionär, wichtig ist, dass sie zeigt, welches Anliegen im Glauben der Gruppe heute wichtig ist.